Altes Pferd, Zähne, Zahnfachentzündung, Zahnfleischentzündung, Zahnwurzelentzündung, Kurkuma bei Gelenkproblemen

Mein Pferde - Rentner
Mal abgesehen, dass man manchen Pferden ihr fortgeschrittenes Alter absolut nicht ansieht, gibt es auch die, die an markanten Stellen ihre Alterserscheinungen bekommen. Älter Pferde verlieren aufgrund einer verzögerten Nahrungsaufschlüsselung auch an Gewicht. Gerade in den kalten Wintermonaten ist das zu erkennen. Während der kalten Jahreszeit fließt viel Energie in den Wärmespeicher und das kann sehr kräftezehrend sein. Ende vom Lied ist ein massiver Gewichtsverlust.

Wenn man das Drumherum passend gestalten kann, dann kann ein älteres Pferd ein super Freizeitpartner sein. Unterstützen sollte man den Stoffwechselprozess, damit der innerliche Ablauf reibungslos funktioniert und es nicht zu einer Ansammlung von Schlackstoffen oder Störungen im Säure- Basen- Haushalt kommt, die den Körper negativ beeinflussen können. Mal abgesehen davon, das der Magen- Darm- Trakt massiv gestört wird, lagern sich die Säuren auch in anderen Gebieten ein und bereiten den Ausscheidungsorganen wie z.B. : Leber, Lunge, Haut extreme Probleme.

Pferde

Senioren brauchen viel Aufmerksamkeit

Auch die Unterbringung sollte gut durchdacht sein. Viel frische Luft ist wichtig aber auch ein Schutz vor kaltem Wind, Nässe, Hitze und Kälte sollte vorhanden sein.

Der Kreislauf eines älteren Pferdes ist manchen Strapazen eben nicht mehr so gewachsen wie sie denken. Sobald es kalt wird, sollten sie das Pferd eindecken, damit nicht soviel Energie für den Wärmespeicher aufgebracht werden muss.

 

Die Gesundheitskontrolle sollte unbedingt eingehalten werden :

- Entwurmung
- Impfung
- Zahnkontrolle
- jährliches Blutbild
- Augenkontrolle, wenn man das Gefühl hat, das Pferd hat Probleme

 

Auch das Futter immer der jeweiligen Nutzung des Pferdes anpassen. Ein gutes Senioren- Kräuterpräparat sollte eingesetzt werden. Es sind möglichst hochwertige Eiweiße einzusetzen, die überwiegend im Dünndarm verdaut werden. Das gilt auch für die Bewegung, die Nutzung immer dem jeweiligen gesundheitlichen Zustand des Pferdes anpassen. Unterschätzen sie bitte das Raufutter nicht und verwenden sie z.B. eingeweichte Cobs nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Das Kauen ist wichtig für die Zahnstruktur sonst bilden sich Häkchen, die das Zahnfleisch verletzen können.

Wenn ihr Rentner unter Hitzeproblemen leidet, sorgen sie für ausreichend Schatten, achten sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, kühlen sie ab und zu die Beine und verwenden sie leichtverdauliches Futter.

 

Zeigt ihr Pferd Anzeichen von :
- Kurzatmigkeit
- schnelle Ermüdung
- Schwellungen der Beine
- bläulich gefärbte Schleimhäute
- geschwollene Lymphknoten

sollten sie immer an eine mögliche Herzproblematik denken. Erkrankungen der Herzkranzgefäße sind bei älteren Pferden nicht selten.

Wenn es mal Tage geben sollte, an denen ihr Pferd nicht so gut drauf sein sollte, dann gehen sie anstatt zu reiten, einfach mit ihm spazieren. Das fördert nicht nur die Gemeinsamkeit sondern kann auch Balsam für beide Seelen sein.

Zahnprobleme

Durch zu wenig Raufutter und einseitige Kaubewegungen bilden sich Zahnhaken, die zu schweren Kaustörungen und Verletzungen an der Schleimhaut führen können. Man sollte immer darauf achten, wie das Pferd sein Futter aufnimmt. Es ist wichtig folgenden Symptome zu berücksichtigen :​

*das Pferd kaut sehr langsam und setzt zwischendurch immer mal wieder mit der Kaubewegung aus

*es lässt Futterteilchen aus der Maulspalte fallen und speichelt

*in der Futterkrippe finden sich immer wieder zusammengerollte Futterteilchen (Wickel)

*das Futter in der Krippen wird kaum angerührt

*das Auftrensen bereitet Schwierigkeiten, weil das Pferd das Gebiss nicht annehmen will

*im Kot sind unverdaute Futterteile zu erkennen

*in schweren Fällen kommt es zu einer Abmagerung der Tiere

Zahnfleischentzündungen

Die Ursachen einer Entzündung sind u. a. Zahnspitzen, schimmeliges oder scharfkantiges Futter, saure Gräser, Belecken von Körperstellen die vorher mit Medikamenten eingerieben wurden etc. Die Symptome lassen sich wie folgt erkennen : es ist ein vermehrter Speichelfluss vorhanden, Störungen bei der Futteraufnahme , ein übler Maulgeruch kann vorhanden sein, auf der stark geröteten Maulschleimhaut sind Knötchen, Blasen oder Geschwüre zu erkennen die schmerzhaft sind. Die auftretende Schwellungen sind mit einem grauweißen Belag überzogen.

Zahnwurzelhöhlenentzündung

Kommt es zu einem Eindringen von Bakterien (durch Zahnfäule oder Zahnfachentzündung) in die Zahnwurzelhöhle, tritt eine Entzündung in dem Gebiet auf. Erste Anzeichen hierbei sind die sog. Wickel (Heuröllchen) in der Futterkrippe, sie deuten auf einen gestörten und unterbrochenen Kauvorgang hin. Wird dem Vorgang zu wenig Bedeutung geschenkt, kommt es zu einer Zahnfacherkrankung und oftmals zu einer Entfernung des Zahns.

Zahnfachentzündung

Hierbei handelt es sich um eine eitrige Erkrankung der Zahnfächer, die durch eine Zahnfleischentzündung, Zahnwurzelhöhlenentzündung, Zahnbruch oder zu große Zahnzwischenräume entstehen kann. Eingeklemmte Futterreste, die sich zwischen den Zähnen zersetzen, Grannen die sich in das Zahnfleisch spießen oder bakterielle Infektionserreger die durch das Zahnfleisch eindringen und der Durchbruch der Backenzähne können ebenfalls eine Entzündung begünstigen. Symptome wie eingeschränkte Futteraufnahme, langsames Kauen, Kopfschlagen, übler Atem, Speichelfluss, Futterwickel im Trog etc. sind immer ernstzunehmen. Das Zahnfleisch um den erkrankten Zahn ist geschwollen und gerötet und es kommt mitunter zu Blutungen. Eiter sammelt sich im Zahnfach und sucht sich den Abflussweg durch Bildung eines Fistelkanals, um durch den umgebenden Knochen nach außen durchzubrechen. Kommt es zu einer Ansammlung im Oberkiefer tritt der Eiter auch in die Nasenhöhle bzw. Nasennebenhöhle ein. Einseitiger und schubweise eitriger Nasenausfluss kann ein Anzeichen dafür sein.

Kurkuma bei Gelenkerkrankungen​

Durch das enthaltene Curcumin und die damit verbundene entzündungshemmende Wirkung tritt eine Schmerzlinderung und bessere Beweglichkeit der Gelenke ein.
Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist u. a. aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und aus Ayurveda nicht mehr wegzudenken.​


Die Inhaltsstoffe wie u.a.
Cineol hilft bei Durchblutungsstörungen

und verhindern das Verkleben von Blutplättchen.
COX-2 ein natürliches Schmerzmittel, das wirksam ist ohne die Körperfunktionen zu beeinflussen.
Prostagladine und Cytokine wirken entzündungshemmend.
Resin und Turpethin arbeiten entzündungshemmend und schmerzstillend.

Wirkungsweise von Kurkuma :
*entzündungshemmend
*antioxidativ
*antibiotisch
*antiviral
*schmerzlindernd

Pferde mit Bewegungsstörungen oder auch Erkrankungen des Bewegungsapparates sind in ihrer Leistung und Nutzung stark eingeschränkt. Das kann von leichten Funktionsstörungen bis hin zu degenerativen Schäden führen. Es gibt Pferde die unter erblichen Problemen wie Stellung oder Körperbau zu leiden haben. Manche haben im Laufe ihres Lebens Abnutzungserscheinungen davongetragen. Andere wiederum kämpfen mit akuten Erkrankungen. Bei Erkrankungen im allgemeinen, kommt es immer darauf an, wie schnell sie erkannt werden und wie schnell eine Behandlung erfolgt. Mal abgesehen von Überlastungen, durch Scheuerstellen eingeschleppte Erreger, gestörte Lymphtätigkeit (dicke Beine)sind mit einer Gelenkerkrankungen meist auch Entzündungen verbunden, die sich zu Beginn auf die Knochenhaut und den Knorpel legen. Später, wenn die Entzündung weiter fortschreitet tritt eine Schädigung des Knorpels und der Knochenhaut sowie der Gelenkflüssigkeit auf. Gelenkerkrankungen können sich schnell zu einem chronischen Problem entwickeln je mehr Gewebe zerstört wird.

 

- zu viel gewollt und überanstrengt
- schneller Beginn, ohne genügend Aufwärmphase (die Gelenke sind steif und die Gelenkflüssigkeit zäh)
- zu früh gefordert, das Pferd ist noch nicht ausgereift
- Überlastung einzelner Gebiete (Gelenke, Sehnen und Bänder)
- nach überstandener Erkrankung zu früh belastet



Die akute Geschichte ist mit einer Überreizung des Gewebes verbunden, es treten Entzündungen und Schwellungen in dem befallenen Gebiet auf. Bei länger bestehen der Entzündung wird immer mehr Gewebe beschädigt und das Ganze geht in den chronischen Erkrankungsbereich über. Die Entzündung kann sich auf Schleimbeutel, Sehnen und Bänder auswirken. Es kommt zu vermehrten Schmerzen des Tieres, welche oft noch ein Überbein nach sich ziehen, wenn das Pferd mit dem erkrankten Bein ständig gegen Boxenwand oder Tür schlägt. Zusätzlich wird das betroffene Gebiet noch mehr gereizt. Je mehr Reize gesetzt werden, desto mehr Knochenhaut wird zerstört. Oft wird auch der Fehler begangen und das Pferd wird nach überstandener Erkrankung zu früh oder zu sehr belastet, was zur Folge hat, das die anfängliche Besserung durch die erneute Reizung zunichte gemacht wurde.
Also, Alles beim alten und man fängt von vorne an, nur das die Geschichte inzwischen im Stadium weiter fortgeschritten ist.
 

Die Dosierung sollte langsam erfolgen und 10 bis 20 g pro Tag nicht überschreiten. Kurkuma sollte wie Ingwer auch, als Kur verwendet werden.

Sie können meinen Bericht Kurkuma bei Gelenkerkrankungen auch in der Januar 2020-Ausgabe der Western Horse lesen.

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Tierheilpraktikerin Birgit Vaupel