Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine

Die vier wichtigsten Mineralsalze sind Calcium, Phosphor, Natrium und Kalium. Calcium und Phosphor sind in den Knochen eingelagert. Bei ungenügender Fütterung oder bei mangelnder Bewegung werden sie von den Knochen abgegeben. Dadurch lässt die Knochenfestigkeit nach. Bei den meisten Rationen ist das Calcium- Phosphor- Verhältnis gestört und zugunsten des Phosphors angelegt. Hier liegen oft die Gründe für Probleme im Bewegungsapparat. Kalium und Natrium sind für die Muskel- und Nerventätigkeit sowie den Wasserhaushalt zuständig. Die wichtigsten Bausteine sind Eisen, Zink und Kupfer sie sorgen für ein intaktes Immunsystem, einen geregelten Hautstoffwechsel und ein gesundes Blutbild. Häufig tritt bei Stallpferden ein Kaliummangel auf, hervorgerufen durch einen Mangel an Vitamin D. Mangelerscheinungen sind meist mit einer Störung des ZNS verbunden und können zu Übererregbarkeit führen. Durch eine Fehlernährung kann es zu Lahmheiten kommen und zu der degenerativen Gelenkerkrankung (OCD).

 

Die Mikronährstoffe dienen im Körper einer Vielzahl von Funktionen. Sie wirken positiv auf die Vorgänge in Zelle, Gewebe und Organe ein und unterstützen den Stoffwechsel bei seiner Tätigkeit. Es sollte ein ausgeglichenes Verhältnis vorhanden sein.


Fehlversorgungen führen zu Anfälligkeit oder zu speziellen Erkrankungen :

*Unterversorgung zu Vitaminmangel

*Überversorgungen zu Vitaminvergiftungen

Thema

Botenstoffe

Calcium ist für das Skelett und die Nerven zuständig bei Mangelzuständen kommt es zu Störungen im Knochenstoffwechsel und Konditionsschwäche. Verursacher sind oft schlechter Hafer oder mangelhaftes Heu

Phosphor wirkt auf die Muskelarbeit und die Zellteilung ein. Konditionsschwäche und Mängel im Skelettbau sind bei einem Mangel vorhanden. Ungenügendes und mangelhaftes Heu.

Magnesium wirkt positiv auf die Nerven und die Muskulatur ein. Bei einem Mangel treten Funktionsstörungen auf. Übersäuerung durch z. B. Zu viel Gras.

Eisen ist für die Blutbildung verantwortlich und kann bei einem Mangel eine Anämie (Blutarmut) hervorrufen. Schlechte Futteraufnahme und häufiges Gähnen sind zu beobachten. 

Zink schützt die Haut und ist für die Hormone sowie das Immunsystem zuständig. Bei einem Mangel treten Hauterkrankungen und Probleme mit der Abwehr auf.

Selen unterstützt die Stoffwechselfunktionen, bei einem Mangel kann es zu einer Übersäuerung der Muskulatur kommen.

Fettlösliche Vitamine

​Vitamin A ist u. a. in Karotten, Obst, Heu und Gras enthalten, es dient dem Sehvermögen, dem Immunschutz und besitzt eine positive Wirkung auf die Hormone. Bei einem Mangel treten Darmstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Probleme mit den Augen und den Schleimhäuten auf.


Vitamin D ist u. a. im Gras enthalten. Das Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D. Es ist wichtig für den Skelettbau, bei einem Mangel können rachitische Erscheinungsbilder auftreten (Osteomalazie).
 

Vitamin E ist u. a. im Heu, Gras, Weizenkleie und pflanzlichen Ölen enthalten. Es besitzt einen großen Einfluss auf die Stoffwechselfunktionen. Ein Mangel beizieht sich auf die Muskulatur und das Herz / Kreislauf- System.


Vitamin K ist u. a. im Grünfutter und im Getreide enthalten und wirkt positiv auf das Blutbild ein. Bei einem Mangel kann es zu Blutarmut (Anämie) kommen.

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin B1 vorhanden u. a. in Grünfutter, Kleie, Heu und Rote Beete bei einem Mangel liegen Störungen im Bewegungsablauf, ZNS und Herz-Kreislauf System vor.


Vitamin B2 ebenfalls u. a. in Grünfutter, Kleie, Heu und Rote Beete enthalten und dient der Zellatmung und der Stoffwechselfunktion. Ein Mangel kann Haut- und Hufstrukturschäden hervorrufen.


Vitamin B6 vorhanden u. a. in Grünfutter und Getreide wirkt es positiv auf den Aminosäurestoffwechsel ein. Bei einem Mangel treten Gewichtsverlust und Hautprobleme auf.


Vitamin B3 (Pantothensäure) ist u. a. in Gras und Getreide enthalten und fördert den Hautstoffwechsel. Ein Mangel hat Darmstörungen und Hautprobleme zur Folge.

 

Vitamin B4 (Niacin) befindet sich u. a. in Getreide und Soja und bezieht sich auf den Fettstoffwechsel. Ein Mangel hat eine ungenügende Nahrungsaufschlüsselung zur Folge.
 

Vitamin B5 (Nicotinsäure) ist u. a. in Grünfutter und Kleie vorhanden und wirkt sich positiv auf den Zellstoffwechsel aus. Bei einem Mangel kann es zu Hautentzündungen kommen.

Vitamin C (Ascorbinsäure) in u. a. Grünfutter und Heu stärkt das Immunsystem


Vitamin H (Biotin) ist vorhanden in u. a. Grünfutter und Karotten und reguliert die Fettsäurebildung. Bei einem Mangel treten Probleme mit der Haut und der Hufstruktur auf.


Vitamin M (Folsäure) in u. a. Gras dient der Zellteilung und dem Blutbild. Mangelerscheinungen sind u. a. Blutarmut.

Vitamine oder ihre Vorstufe (=Provitamine) entfalten im Körper ihre Wirkungen, unterschieden wird zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen.
Sie wirken auf mehrere Grundvorgänge in Zellen, Geweben, Organen und garantieren als Bausteine von Enzymen die Aufrechterhaltung der Funktionsketten im Stoffwechsel der Proteine, Kohlenhydrate etc.
Das Verhältnis zueinander muss körpergerecht ausgeglichen sein.
Die Devise ,,viel hilft viel" ist falsch


 

Die essentiellen Aminosäuren

Arginin gilt u. a. als leistungssteigernd, es verbessert die Durchblutung und schützt das Immunsystem.

Histidin dient u. a. der Wundheilung, dem Schutz des Immunsystems und wirkt sich positiv auf das Blutbild aus.

Isoleucin wirkt u. a. auf das Hormonsystem und die Zelltätigkeit.

Lysin dient u. a. der Bildung von Enzymen, stärkt das Immunsystem, stärkt die Gefäße und unterstützt das Herz- Kreislauf- System.

Methionin dient u. a. der Stoffwechseltätigkeit und der Stärkung des Immunsystems.

Phenylalanin wirkt u. a. auf das Hormonsystem, das ZNS und gilt als Toxinfänger.

Threonin dient u. a. der Enzymbildung, der Stoffwechseltätigkeit und dem Immunsystem

Tryptophan u. a. positive Wirkung auf das zentrale Nervensystem und unterstützt den Hormon- und Fettstoffwechsel.

Valin unterstützt u. a. das Wachstum, die Nerven und die Muskulatur.

​Der Körper kann zwar vorübergehend einen Teil dieser Bausteine erzeugen, jedoch nicht ständig in dem Umfang, der nötig ist, um Leistung zu bringen und sich zu vermehren.

Tierheilpraktikerin Birgit Vaupel